Osteopathie
Ein Osteopath spürt in den Körper hinein, er kommuniziert mit dem Körper. Er fühlt den Gewebepuls und hilft dem Körper sich selbst zu heilen, indem er mit sanftem Druck mit der vom Körper vorgegeben Bewegung mitgeht, anstatt wie normal üblich in die Gegenrichtung zu massieren. Ein Osteopath leistet nur Hilfestellung, man könnte es auch Starthilfe für die Selbstheilung nennen. Die überwiegend schmerzfreien Behandlungen haben oft schnellere und nachhaltigere Heilerfolge erzielt als die Medizin mit Medikamenten oder Chirurgie. Ursache von Schmerz und Vitalitätsverlusten sind nach dem osteopathischen Denkmodell Bewegungseinschränkungen in den Körpergeweben. Alle Flächen, zwischen denen Bewegung möglich ist oder sein sollte, werden als „Gelenke“ angesehen. So ist leicht zu verstehen, dass für einen Osteopathen eine Verklebung im Bauchraum nicht weniger wichtig ist, als ein defektes Kniegelenk. Nur wenn alle Gleitflächen/Gelenke optimal arbeiten können, ist der Körper in der Lage jedes Gewebe mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen und Schlackestoffe abzutransportieren. Dann kann der Körper gesunden. Es ist faszinierend zu sehen, wie eine kleine Verklebung im Bauchraum, die zu einer Verengung von Gefäßen führt, eine ähnliche Symptomatik wie Ischias, ja sogar Kniegelenksbeschwerden ausbilden kann. In solchen Fällen wird der Patient höchstwahrscheinlich ein Dauergast beim Physiotherapeuten und Krankengymnasten sein, bis er irgendwann doch beim Osteopathen landet. Glücklicherweise gibt es auch in Deutschland ein Umdenken im Gesundheitswesen, so dass osteopathische Behandlungen schon von vielen Kassen erstattet werden. Es wurde auch hier eingesehen, dass es sinnvoller und kostengünstiger ist, einmal in etwas höhere Behandlungskosten zu investieren als fortlaufend niedrigere Kosten zu haben, deren Ende aber nicht in Sicht ist. |